Achtsam konsumieren – Teil 1

Ihr schlendert durch die Stadt, seht im Schaufenster etwas Schönes und beschließt es zu kaufen. Ihr scrollt online durch verschiedene Onlineshops und schwuppdiwupp landen einige Dinge in eurem Warenkorb. So oder so ähnlich spielt sich das bei vielen Leuten häufig ab und das ist der Beginn einer Endlosspirale. So werden viele Besitztümer angehäuft, bis man irgendwann den Überblick verliert und von Dingen umlagert ist, die nicht gebraucht werden, die einem im Endeffekt doch nicht gefallen oder die nutzlos sind. 

Was dann folgt, ist die ernüchternde Tatsache, dass wir zwar tausend Dinge besitzen, jedoch nichts davon gebrauchen können und das führt zu noch mehr Konsum, da wir ja immer noch nicht wirklich unsere Bedürfnisse gestillt haben. Die einstige Freude über unsere neue Errungenschaft verblasst, die Endorphine lassen nach und wir brauchen einen neuen Kick, etwas Neues das uns glücklich arm macht. 

Warum konsumieren wir so viel, wenn es uns im Endeffekt nicht glücklich macht?

Die Antwort auf diese Frage sieht für jeden wohl ein bisschen anders aus und dennoch können wir uns wohl alle mehr oder weniger mit den Punkten identifizieren. 

  • Wir glauben, dass Besitztümer uns Sicherheit geben. Das tun sie auch, bis zu einem gewissen Grad, nämlich in Form von Kleidung, einem Auto oder einem Dach über dem Kopf. Die „logische“ Schlussfolgerung wäre dann also, dass je mehr wir besitzen, desto mehr Sicherheit erlangen wir auch. Nachdem wir allerdings unsere Grundbedürfnisse gestillt haben, ist die tatsächliche Sicherheit aus physischen Besitztümern viel geringer als wir glauben. 
  • Wir denken, dass uns die Dinge glücklich machen. Daher streben wir nach der neusten Technologie, den neusten Modetrends, schnelleren Autos, größeren Wohnungen. Die Wahrheit ist jedoch, dass uns all diese Dinge im besten Fall temporär glücklich machen. 
  • Wir sind anfälliger für Werbung als wir glauben. Statistiken zu Folge haben wir täglich 6000 Werbekontakte. Und jede Werbung erzählt im Endeffekt die gleiche Geschichte. „Dein Leben wird besser, wenn du kaufst, was wir verkaufen.“ Werbung sei es im Fernsehen oder auf Instagram erweckt in uns Bedürfnisse, die wir vorher nicht hatten und die wir nun versuchen zu stillen. 
  • Wir vergleichen uns mit anderen. Wir sehen was andere Leute kaufen, tragen und fahren. Um „dazuzugehören“ kaufen wir diese Dinge ebenfalls. Oft kaufen wir Dinge, die wir nicht brauchen, nur weil Leute in unserem Freundeskreis das Gleiche getan haben. 
  • Wir lassen uns von unseren Emotionen leiten. Durch den Kauf von unnötigen Gegenständen, versuchen wir uns von Liebeskummer, Trauer, Einsamkeit oder Langeweile abzulenken. Wir versuchen diese innere Unzufriedenheit mit materiellen Dingen zu kompensieren. 

Sich über diese Punkte bewusst zu werden, ist der erste Schritt für ein achtsames Konsumverhalten. Es nützt nämlich nichts, wenn wir zwar alles ausmisten und organisieren, jedoch die Ursache für das Problem nicht behoben haben. Sonst passiert es nämlich ganz schnell, dass wir wieder eine Menge Dinge angehäuft haben, die wir eigentlich gar nicht brauchen. 

Was man nun konkret tun kann, um aus dieser Spirale wieder herauszukommen und erst gar nicht so viele Besitztümer anzuhäufen erfahrt ihr am Samstag. 🙂

Alles Liebe
Ana