Achtsam konsumieren – Teil 2

Achtsamkeit, was bedeutet das überhaupt? Es bedeutet, bewusster zu Leben und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Durch ein achtsames Konsumverhalten vermeidet man unnötige Impulskäufe. Zudem wirkt sich diese bewusste Lebensweise positiv auf die Psyche aus. Denn wer weniger besitzt, der muss sich auch um weniger kümmern und sich um weniger Gedanken machen. Achtsam zu leben, bedeutet auch, Dinge und Momente stärker wertzuschätzen und so nicht ständig das Verlangen nach dem Neuen, Besseren zu haben. In meinem letzten Beitrag habt ihr erfahren, wie es überhaupt dazu kommt, dass wir so viele unnötige Besitztümer anhäufen. Und was Liebeskummer, Glück und Sicherheit damit zu tun haben. 

Nun kommen wir zu den konkreten Maßnahmen, die du ergreifen kannst, bevor du ein weiteres Teil kaufst, das du womöglich gar nicht brauchst. 

1. Beobachte in dem Moment, in dem du den Impuls verspürst etwas zu kaufen, ganz genau deine Gefühle und Gedanken. Fühlst du dich gut bei der Vorstellung, die neue Tasche, Hose, Schuhe, etc. gekauft zu haben? Oder hast du vielleicht ein schlechtes Gewissen dabei? Oft reicht es schon aus, wenn wir auf unser Bauchgefühl hören, denn meistens wissen wir tief in uns drin, ob es eine gute oder schlechte Entscheidung ist. Mittlerweile sind wir allerdings Profis darin geworden, unser Bauchgefühl zu ignorieren.

2. Frage dich ganz bewusst: Brauche ich das? Wenn ja, wieso? So schaffst du einen Abstand zwischen Reiz (Ich will das jetzt kaufen) und Reaktion (Ich kaufe das jetzt). Manchmal kommt es auch vor, dass wir Dinge zwar toll finden, sie aber gar nicht zu unserem restlichen Zeug passen. Der innere Monolog, den du dann führen solltest, sieht zum Beispiel so aus: „Die Jacke ist so schön, ich muss sie sofort haben, aber Moment –  kann ich sie zu meinen restlichen Klamotten kombinieren? Nein? Dann werde ich sie wohl oder übel zurücklassen.“ Lasse dich auch nicht von Sonderangeboten locken. Es mag noch so ein gutes Angebot sein, aber wenn du es nicht brauchst, dann kaufe es nicht. 

Wenn du bereits zu viele Dinge angesammelt hast, dann hilft nur, dich von altem Ballast zu trennen, um Platz für das Wesentliche zu schaffen. Am besten du verfolgst dafür eine Strategie, die dir hilft, erfolgreich zu sein. Ich denke wir kennen alle die Situation, wenn wir total motiviert anfangen auszumisten und dann nach kurzer Zeit entmutigt wieder aufhören, da wir überfordert sind und kein Ende in Sicht ist. 

Verschaffe dir einen Überblick

Überlege dir zunächst, welche Bereiche deines Haushalts du ausmisten möchtest. Vielleicht hat es die Küche gerade nötiger als dein Kleiderschrank. Sei dir darüber bewusst, dass je nach Umfang deiner Gegenstände, das Aussortieren einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Wenn du mit einem Bereich angefangen hast, dann bringe den auch zu Ende, bevor du mit dem Nächsten anfängst. So vermeidest du, dass überall Chaos ausbricht. 

Verschaffe dir einen Überblick über die Dinge, die du besitzt. Lege dafür alles einer Kategorie, z. B. Bücher auf einen Haufen und entscheide bei jedem Gegenstand, ob du ihn noch brauchst und ob er noch Freude in dir entfacht. Wenn nicht, dann kannst du ihn entsorgen/spenden/verschenken. Marie Kondo empfiehlt außerdem, sich bei jeder Sache, die man nicht behält, zu bedanken. Die Methode finde ich sehr schön, da ich Dankbarkeit sowieso täglich in meinen Alltag integriere und da ist es nur naheliegend, dass man sich auch für die Dinge bedankt, die einem einst Freude bereitet, aber nun ausgedient haben. Für alle, denen der Marie-Kondo-Wahn entgangen ist, sie ist eine japanische Organisationsexpertin, die eine Netflix Serie herausgebracht hat, in der sie Menschen hilft, ihr Zuhause mit Freude aufzuräumen und Empathie für die Dinge zu schaffen, die sie in ihrer Wohnung umgeben. Und auch wenn ich meistens nicht die Geduld habe mir eine ganze Folge anzuschauen, bin ich immer wieder inspiriert von ihren Methoden und motiviert in meinen eigenen vier Wänden eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen.

Regelmäßiges ausmisten und achtsamer Konsum ist eng miteinander verbunden. Denn nur, wenn du einen Überblick über deine Besitztümer hast, kannst du smarte Entscheidungen beim Einkaufen treffen.

Ich hoffe, ich konnte dich dazu inspirieren, bewusstere Entscheidungen zu treffen, dein Konsumverhalten zu überdenken und in deinem Zuhause Platz für das wesentliche zu schaffen.

Alles Liebe,
Ana 

Der Weg zum Optimismus

Wie reagierst du, wenn dir Steine in den Weg gelegt werden? Fokussierst du dich darauf, wie du die Steine beseitigen kannst oder bist du eher damit beschäftigt dich über die Situation aufzuregen? Falls du jemand bist, der sofort den Teufel an die Wand malt und wissen möchtest wie du das Beste aus jeder Situation machen kannst, dann solltest du jetzt aufmerksam weiterlesen.

Zunächst einmal ist es wichtig, dass du realisierst, egal wie sehr du dich aufregst, dein Problem wird dadurch weder kleiner, noch verschwindet es. Dessen bist du dir wahrscheinlich bereits bewusst, ich möchte jedoch sicher gehen, dass du dir das noch einmal ganz klar ins Gedächtnis rufst. Das einzige das du mit einem Wutanfall bewirkst, ist die Verschwendung deiner kostbaren Zeit. Nutze diese Zeit stattdessen, um eine ganz klare Entscheidung zu treffen. Nämlich die Entscheidung dankbar zu sein. Sei dankbar für das Essen, welches du jeden Tag zu dir nehmen kannst, für das Augenlicht, das dir geschenkt wurde, für die Fähigkeit lesen und schreiben gelernt zu haben (…). Und mit dankbar sein meine ich, du sollst es mit jeder Faser deines Körpers spüren. Du sollst vor Dankbarkeit explodieren und die ganze Welt umarmen wollen. Ich bin mir sicher, dass es in deinem Leben eine Menge Dinge gibt, für die du dankbar sein kannst.

Natürlich ist es einfach für die guten Dinge im Leben dankbar zu sein. Die Herausforderung besteht eher darin, auch für die vermeintlich negativen Dinge im Leben seinen Dank auszusprechen oder zumindest einen positiven Aspekt herauszufiltern. Du fragst dich jetzt wahrscheinlich, wie du denn beispielsweise für die Autopanne oder den Streit mit deinem Partner dankbar sein sollst? Ganz einfach: Ändere deine Sichtweise! Hast du z. B. eine Autopanne, dann sei dankbar dafür, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Hast du Streit mit deinem Partner, dann sei zunächst dankbar dafür, dass du überhaupt eine Person hast, mit der du dein Leben teilen kannst. Das klingt jetzt vielleicht banal, aber wenn du dich darauf konzentrierst, wofür du, auch in negativen Situationen, dankbar sein kannst, dann nimmst du der Situation sofort ein Stück Negativität.

Stelle dir bei einer Herausforderung immer diese wichtige Frage: Was kann ich daraus lernen? Sei dir immer darüber im Klaren, dass jede noch so eingefahrene Situation, eine Möglichkeit ist, zu lernen und als Person zu wachsen. Du kannst das Blatt immer noch wenden und egal wie ärgerlich oder aussichtslos dein Problem erscheint, es gibt immer einen Weg, das positive zu sehen.

Du hast die Wahl! Du kannst vielleicht nicht beeinflussen was dir in deinem Leben widerfährt aber du kannst immer entscheiden, wie du auf negative Erfahrungen reagierst und wie du damit umgehst. Bei jeder Herausforderung, kannst du aufs Neue entscheiden, ob du pessimistisch oder optimistisch bist. 

Alles Liebe
Ana